Der Linksextremismus ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen

Na, was ist denn da passiert?! Ich hatte das Video mit dem Interview über den Link “Video einbetten” hier eingebaut, nur um nach wenigen Wochen festzustellen, daß die ARD das Interview mit Michael Wolffsohn aus der Mediathek genommen hatte. Man findet noch den Link über google, aber der Link endet im Nirwana.

Man muß sich das Interview mit Michael Wolffsohn Wort für Wort auf der Zunge zergehen lassen.
Ich möchte hier auf keinen Fall Herrn Wolffsohn angreifen, jedoch ist auffällig, wie vorsichtig er sich manchmal ausdrückt. Wolfsohn gibt öfter mal Interviews. Ein weiteres dieser Interviews, aus dem vergangenen Jahr, findet am Ende dieses Blog’s. Ich bediene mich bei beiden Interviews. Beide sind durchaus aufschlußreich.
Da sitzt er schon mal jemandem gegenüber, der eine Zunft, sowie ein Medien-Haus vertritt, die es beide in den vergangenen Jahrzehnten nicht an anti-Israelischer Tendenz haben mangeln lassen. Es wurde einseitig berichtet, verfälscht und nun sitzt man so einem gegenüber.
Immer schön brav bleiben, Herr Wolffsohn, sonst wird das Interview nie ausgestrahlt!

Ein neuer Antisemitismus? Getragen von Muslimischen Minderheiten? (2. Interview)
Nee, jetzt! Der Antisemitismus der Muslime ist so alt wie der Islam. Neu ist nur, daß die jetzt hier sind und ihren Haß hier ausleben und vor allem Linke immer wieder schöne Entschuldigungen finden, warum der Muslimische Antisemitismus gar nicht so schlimm sei oder unwillkürlich oder gut begründbar…… Da spielen die beiden dann gut zusammen. Die Muslime machen für die Linken die antisemitische Drecksarbeit.

Das Hevron-Massaker im Jahr 1929
Ein Jüdisches Kind halb totgeschlagen. Das Hirn quillt aus dem Schädel. Das Kind hat seine Verletzungen gewiß nicht überlebt.

“Die Politik”, so sagt Wolffsohn, “kann nicht alles und jedes richten.” (2. Interview)
Na, ich wäre schon mal glücklich, wenn die Politiker nicht selbst bis ins Bein antisemitisch wären.

Wenn zum Beispiel Sigmar Gabriel die Tatsachen vollständig verdreht und so tut, als müßten die Juden in Hevron nicht vor den Palästinensern geschützt werden, so tut, als wäre Hevron schon immer eine Arabische Stadt und als hätten die Araber zuvor nicht die Juden vertrieben und ermordet. Über mehr als 1000 Jahre haben die Araber versucht die Juden aus Israel auszutreiben und haben es nicht geschafft. Bis zum heutigen Tage sind die Araber Kolonisatoren geblieben.

Martin Schulz, der eine Rede von Abu Mazen vor dem EU-Parlament inspirierend findet, in der dieser Log, daß Rabbiner die Israelische Regierung dazu gedrängt hätten, Palästinensische Brunnen zu vergiften. Eine Woche später gab Abu Mazen zu, daß das frei erfunden war. Da war der Schaden längst angerichtet. Vom EU-Parlament bekam er für seine antisemitische Rede stehenden Applaus und Martin Schulz, der damalige EU-Parlamentspräsident, fand diese Rede eben inspirierend.
Oder Andrea Nahles, die 2012 erklärte, die SPD und die Fatah, deren Vorsitzender Abu Mazen ist, teilten gemeinsame Werte.

Wenn das kein Antisemitismus ist, dann weiß ich’s auch nicht mehr.

Wolffsohn bemüht sich sehr zu betonen, daß nicht alle Muslime antisemitisch seien.

Im Alltag sieht das Problem ganz anders aus: Es ist nämlich vollkommen egal ob alle oder nur 50% Da werde ich nur von Muslimen angepöbelt und auch mal physisch angegangen, weil man meinen Davidstern an meiner Halskette sehen kann. Deutsche zeigen mal mit dem Finger und tuscheln erkennbar befremdet, aber mehr nicht.

Wie kann ich einem Muslim ansehen, daß er kein Antisemitischer Muslim ist? Im Alltag muß ich mich vor allen Muslimen in Acht nehmen, weil ich das nicht unterscheiden kann. Im Alltag kann ich oft nicht mal genau unterscheiden, wer nun ein Muslim ist und wer nicht. Und so ist diese Einschränkung, nicht alle Muslime seien Antisemiten, für mich vollkommen wertlos.

Im richtigen Leben hat der Antisemitismus dermaßen zugenommen, daß ich immer auf der Hut sein muß UND diese Gesellschaft tut rein gar nichts, um das zu bekämpfen. Sie macht keinen Finger krum.
Es werden Interviews gegeben, es wird tunlichst vermieden die Sache beim Namen zu nennen, denn das wäre ja nicht politisch korrekt. Es werden Antisemitismusbeauf-tragte in Änter gehoben, in denen sie dann eigentlich nichts tun, außer ab und zu mal einen Satz abzusondern, bei dem sie ganz sorgfältig darauf achten, daß sie auf keinen Fall bei den Linken oder bei den Muslimen anecken, denn die stehen allesamt unter Artenschutz.

Diese kaputte Gesellschaft hat es in den vergangenen 74 Jahren seit Ende der Nazizeit NICHT fertig gebracht dafür zu sorgen, daß Juden hier keinen Polizeischutz für ihre Synagogen, Cafes und Schulen brauchen.

Es war nie gut!

Und daß es heute noch schlimmer ist als vor 10 oder 20 Jahren ist eine völlig natürliche Konsequenz der Vernachlässigung, mit der das Problem im vergangenen dreiviertel Jahrhundert behandelt wurde.
Im Grunde wurde das Problem gar nicht behandelt b.z.w. das Problem wurde nachgerade gefördert, durch einseitige und verfälschende Berichterstattung, durch ungerechtfertigte Parteinahmen Deutscher Politiker für Arabische Terroristen und Kriegsherren und dadurch, daß man immer nur mit dem Finger auf die Nazis zeigte, die im Grunde kaum wahrnehmbar waren, während man mit wenig Gespür durchaus schon vor 30 und 40 Jahren antisemitische Lügen der Linken zu spüren kriegen konnte.

Ein antisemitisches Flugblatt der Linken in Duisburg aus dem Jahr 2011.

Ich bin heute 53 Jahre alt und vor rund 40 Jahren wurde ich mit der Lüge konfrontiert, daß Palästinenser in Israelischen Bussen keinen Sitzplatz bekämen, sondern auf dem Boden sitzen müßten. Tatsache ist, daß die Busse oft sehr voll sind und wer später einsteigt dann halt mal steht und weil die Israeli ein bisserl lässiger sind als die Deutschen, setzen oder legen die sich einfach auf den Boden im Korridor zwischen den Sitzreihen.

Über die gesamte Zeitspanne, seit es mein politisches Bewußtsein gibt, beobachte ich Antisemitismus und dabei bin ich erst seit gut fünf Jahren als Jüdin offen erkennbar. Als Kind konnte ich das nicht richtig einordnen, aber es ist mir durchaus in Erinnerung geblieben, wenn über Juden hergezogen wurde. Nun bin ich möglicherweise nicht so behütet aufgewachsen wie Michael Wolffsohn. Ich bin nicht in einem Jüdischen Umfeld aufgewachsen, sondern im Münchner Arbeitermilieu

Wenn Michael Wolffsohn den Linken Antisemitismus dann zaghafft nur bei den Linksextremen verorten kann, muß ich leider folgern, daß der Linksextremismus inzwischen wohl in der Mitte der Gesellschaft angekommen sein muß.

Der Antisemitismus ist überall. Nur haben die Deutschen keine Sensibilität für dieses Problem, wenn sie unter sich sind und einer sagt, daß der Hitler gar nicht so schlecht war und den Juden schon recht geschehen sei. Das wird hier in D-Land als rechtsextremistischer Antisemitismus abgeheftet, auch wenn der Täter ein eingefleischter Wähler von SPD, Linke oder Grünen ist.
Es wird als rechtsextremistischer Antisemitismus oder als politische Straftat abgeheftet, auch wenn der Täter ein Muslim ist und es ist übrigens nicht selten, daß Hitler in Muslimischen Kreisen verehrt wird, eben weil er den Völkermord an den Juden angerichtet hat