Das ist der Fachkräftemangel!

Au, ist das peinlich!
Und das Schlimmste:
Die merken das nicht mal!

Ich blättere immer wieder bei heise.de und oft sind interessante Sachen dabei. Es ist nichts sonderlich Hochwertiges, denn sonst steigen die Durchschnittsleser ja aus, aber dieser Artikel, den die uns heute geboten haben, schlägt dem Faß den Boden aus.

Hier der Link zum Artikel: https://www.heise.de/developer/artikel/C-Core-Guidelines-C-und-C-gleichzeitig-verwenden-4330038.html

Fachlich grundfalsch und strotzend vor orthographischer und grammatikalischer Fehler.

Um es vorweg zu nehmen: Wenn ich ein (1) Programm aus unterschiedlichen compilierbaren Programmiersprachen zusammenbauen will, dann entwickle ich aus den jeweiligen Programmiersprachen die entsprechenden Quelltextmoduln. übersetze sie getrennt mit den passenden Compilern in Objekt-Code, baue ggf Bibliotheken und linke den Objekt-Code dann zusammen. So kannn ich von C aus Fortran-Code aufrufen und von Fortran aus Ada und von Ada aus C++….. nach Belieben, kreuz und quer.

So macht man das und nicht anders. Punkt!

Ich kann nur mutmaßen, wo der Autor gelernt hat, daß man C- und C++-Code-Elemente in einem einzigen Quelltext edieren könnte, um dann alles mit einem C++-Compiler zu übersetzen. Wahrscheinlich kann er weder die eine, noch die andere Programmiersprache richtig und so fehlt ihm nichts, wenn er auf Entscheidende Sprach-Elemente verzichtet, die ANSI-C99 ausmachen. Ich habe schon viel Code gesehen und gerade bei C++-Code immer wieder festgestellt, daß die Entwickler eigentlich gar kein C++ konnten sondern hauptsächlich printf() und scan() durch cin() und cout() ersetzt haben.
Es ist elend, aber es ist so.

Ein anderer Grund, warum Entwickler auf derart schräge Ideen kommen könnte darin liegen, daß sie ihr C++-Habitat nicht verlassen wollen. Das würde aber bedeuten, daß sie Code hinschreiben können und sie können per Knopfdruck den Compiler anschmeißen, aber sie können nicht mehrere Compiler miteinander verwenden und alles zusammen-Linken, denn dazu müßten sie evtl ihr IDE verlassen. Ab hier wird es nämlich ein klein wenig komplizierter.

Könnten diese Entwickler heute noch make-files entwickeln, dann könnten sie auch mit mehreren verschiedenen Programmiersprachen gleichzeitig hantieren.

Dazu kommt dann noch ein Deutsch, wie man es nur an einem Gymnasium in Berlin-Neukölln lernen kann.

Vor allem die Rechtschreibfehler wurden von den Kommentatoren angemeckert. Daß diese Schräge Art, Code zu mischen, nicht in Ordnung sein könnte ist dagegen keinem aufgestoßen.

Ausschnitte, wie sie in einem Leser-Kommentar aufgezeigt wurden. Der Autor, Rainer Grimm, hat dann zwar auf einen Kommentar, in dem seine Orthographie und Grammatik kritisiert wurde, geantwortet, und erklärt, es sei ihm ja peinlich, aber es war ihm wohl nicht peinlich genug, um seine Fehler schließlich auch zu korrigieren. Die Screen-Shots in diesem Bild wurden deutlich danach angefertigt. Um 20:26 hat der Autor geantwortet (siehe Bild unten), aber eine dreiviertel Stunde war noch nichts korrigiert.
Das ist die Antwort des Autors auf die Kritik an seinen Sprachlichen Fehlern.
https://www.heise.de/forum/heise-Developer/Kommentare/C-Core-Guidelines-C-und-C-gleichzeitig-verwenden/Re-Deutsche-Sprache/posting-34115584/show/

Da fällt mir nur noch eines ein: Wahnsinn!