Und der Strom kommt freilich aus der Steckdose!
  Über die schlechte Energiebilanz von Elektroautos

Elektroautos werden uns als die Zukunft verordnet. Sie werden viele zehntausend Arbeitsplätze in der Industrie kosten, weil die Arbeitsstränge einfacher zu produzieren sind, aber sie werden der Umwelt nicht helfen – im Gegenteil, sie werden noch viel mehr Dreck verursachen.

Kürzlich durften wir lesen, daß die Produktion der Batterie für einen Tesla soviel Energie verbraucht, daß man dafür mit einem Auto mit herkömmlichen Verbrennungsmotor sieben Jahre lang fahren könnte. Dieser Vergleich hinkt zwar, denn es weiß ja niemand, mit welchem Auto ich fahren würde, aber nehmen wir einfach ein vergleichbares Auto, etwa einen halbwegs sparsamen 3er BMW.
 
Zu diesem Energieverbrauch für die Produktion des Akku, kommt freilich noch die Energie, die man für den Betrieb eines Elektroautos benötigen. Bei der Produktion eines Akkus für Tesla verursacht rund 17,5 Tonnen Kohlendioxyd. Das ist heftig! Dazu kommt, daß die Herstellung von Aluminium weitaus mehr Energie verbraucht als die Herstellung von Stahl und die Produktion von Kohlefasern für etwa einen BMW i3 ist etwa genauso ungünstig wie die von Aluminium.
Nun erwarte bitte niemand, daß die Akkuproduktion bei BMW oder Toyota umweltfreundlicher abläuft als bei Tesla.
Wir haben also drei Größen, die heftig sind:
  1. Der Akku ist eine gewaltige Dreckschleuder ¹
  2. Das Material aus dem die Karosserie gefertigt wird ist auch schlimm ²
  3. Die Elektroautos verbrauchen viel mehr Energie, als angegeben ³
Unterm Strich dürfte es am sparsamsten sein, wenn man die Leistung (KW/kg) der Fahrzeuge beschränkt. Die Motoren wurden jedes Jahr effizienter, aber auch stärker und so hat sich sehr lange nichts beim Verbrauch getan. Wer sich heute einen VW-Passat kauft und damit normal fährt, braucht im Mittel (ich meine damit auch im Mittel aller Bundesbürger) weit über 7 Liter auf 100km. Der Stadtverkehr ist tödlich und so dürften die wirksamsten Maßnahmen in einer kleinen Batterie und Elektrounterstützung beim Gasgeben, Rekuperation und einer Reduktion der Motorenleistung bestehen. Ich habe bereits im Jahr 2001 einen 3L-Lupo gefahren und es ging. Ich bin überzeugt, daß sich auf diesem Weg heute ohne weiteres auch ein Passat mit 3 Liter Verbrauch bauen ließe. Die Fahrfreude bliebe etwas auf der Strecke, aber es hat auch Spaß gemacht, das Auto unter 3 Liter zu fahren und sogar einen langfristigen Schnitt von 2,7 Litern zu erreichen. Alles eine Frage des Ehrgeizes.
 
Unterm Strich muß man feststellen, daß die Normalbürger permanent verschaukelt werden. Es wird ihnen vorgemacht, daß sie unbedingt sparsamere Autos benötigten. Das ist zwar einerseits richtig, aber die größten CO2-Emittenten sind immer noch die Industrie und der sog. Hausbrand (also die Heizungen unserer Häuser). Dazu kommt, daß die Verbrennungsabgase unserer Heizungen ungefiltert und unbehaldeltl in die Umwelt entlassen werden und dann kommen wieder so ein paar Rot/Grüne Strolche und faseln was von Fahrverboten für Diesel, weil die soviel Stickoxid produzieren würden. Die sind aber das geringere Problem angesichts der anderen beiden.

1) http://www.elektroauto-news.net/2017/schwedische-studie-co2-bilanz-umweltschaedlich
2) http://eneff-industrie.info/quickinfos/energieintensive-branchen/daten-zu-besonders-energiehungrigen-produktionsbereichen/
Ich hab’ eine Weile gestöbert und eingesehen, daß die CFK-Produktion etwa genauso energieintensiv ist wie die von Aluminium, aber es gibt einen wesentlichen Unterschied: Produkte aus CFK kann man nicht recyclen. Das Zeug kann man nicht einschmelzen und wieder roh-CFK draus machen. Man kann es nur verbrennen. Dazu kommt beim CFK noch das Backen im Autoclaven.
3) https://www.nzz.ch/wirtschaft/unternehmen/tesla-macht-erneut-schlagzeilen-in-singapur-1.18716591