Die SPD und eine Terrororganisation haben gemeinsame Werte.

Wer mal mal nachschlägt, der findet schnell, daß Mahmoud Abbas aka Abu Mazen (so nennen ihn im Mittleren Osten alle) der Chef der Fatah ist. Er findet, daß die Fatah der bewaffnete Arm der PLO ist und daß sie die Dachorganisation für unterabteilungen wie “Force 17”, “Black September”, “Fatah Hawks”, “Tanzim” und die “Al-Aqsa Märtyrer Brigaden” ist und daß Abbas der Buchhalter war, der die Finanzierung der Terroranschlags für das Massaker an der Israelischen Olympiamannschaft sicherte und daß er wohl auch die Entführung der Achille Lauro organisiert b.z.w. geplant hat.

Es mutet schon ein wenig taktlos an, wenn sich SPD-Granden an eine Terrororganisation heranwanzen und einen Karriereterroristen ihren Freund nennen. Ich selbst habe es etwas spät mitgekriegt, daß die SPD die gemeinsamen Werte mit der Fatah betont.Dieser DW-Artikel ist nicht die einzige Quelle. Es verwundert ein wenig, daß die SPD selbst nicht direkt zu ihrem Faux pas stehen will und den dazugehörigen Beitrag auf ihrer eigenen Home-page recht schnell wieder gelöscht hat ( http://www.spd.de/aktuelles/Kurz_notiert/80598/20121108_dialog_spd_fatah.html ) Tja, dieser Link funktioniert leider nicht mehr. Aber das ist nur ein einzelnes Puzzlestück aus einer sehr großen Zahl. Das Bild, das dieses 10.000-Teile-Puzzle für ergibt wird auch klar, wenn einzelne Puzzlestücke fehlen.

Mein politisches Bewußtsein fängt etwa in jener fernen Zeit an, als der junge Mahmoud Abbas den Terroranschlag auf die Israelische Olympiamannschaft in München 1972 plante, aber da hatten die Gemeinsamkeiten zwischen den Linken in Deutschland und den Arabischen Terroristen bereits tiefe Wurzeln, die schon mehrere Jahrzehnte gewachsen waren.

In den 1960er und 1970er Jahren war alles noch indifferent, auch wenn politisch Arrivierte bereits die Richtung kannten. Damals reisten junge Enthusiasten nach Israel und arbeiteten in einem Kibbuz, weil da alles so schön sozialistisch war und wer mal in einem Kibbuz war, der weiß, daß da irgendwie der Hauch einer Landwirtschaftlichen Kooperative b.z.w. einer Kolchose weht, nur ist in einem Kibbuz alles viel schöner – im Ernst: Viel schöner! Zur gleichen Zeit reisten die härteren Sozialisten, jene, die die Befreiung der Arbeiterklasse in Europa planten, in den Libanon und nach Syrien, um dort in Trainingslagern gemeinsam mit Terroristen von PLO und PFLP unter der Anleitung von Drill-Instructors aus der Soviet Union, der DDR, Rumänien….etc zu trainieren. Sie wurden in Waffen, Sprengstoff, Nahkampf …. und geheimdienstlicher Arbeit unterwiesen und danach reisten sie zurück nach Europa, um dort den Bewaffneten Kampf auszunehmen. Sie wurden auch weiterhin aus dem Osten unterstützt – auch finanziell.

Manche wurden Terroristen, manche “nur” Unterstützer, die sich bemühten in Deutschlands Zivilgesellschaft wieder fuß zu fassen um Karriere zu machen. Sie blieben nicht auf sich alleine gestellt. Die Linken haben die gleichen Netzwerke, wie sie sie bei den Rechten als Seilschaften anprangern. Diese Typen, und jene, die nicht ins Trainingslager gereist sind haben es nach und nach geschafft – nicht alle, aber viele von ihnen.

Nach dem Massaker von München 1972 bemühten sich gerade die Linken Flügel Europas um eine Annäherung an die Terroristen. Vordergründig wollte man den Terrorismus aus Europa fernhalten. Hinter der Fassade reichte man den Terroristen die Hand. Sie erhielten praktisch freies Geleit in Europa und so konnte etwa der internationale Terrorist Carlos ungehindert über die Schweiz nach Wien reisen, um dort die Geiselnahme der OPEC-Konferenz durchzuführen. Die NZZ veröffentlichet unlängst eine bemerkenswerte Artikelserie über den Sozi Jean Ziegler und seine unsäglichen Machenschaften ( Schweizer Terrorjahre – Jean Zieglers geheime Mission ) Aber Ziegler war nicht alleine Auch die anderen Europäischen Sozis bemühten sich eifrig um den Schulterschluß mit allen, die vor allem den Staat Israel bekämpften.

Zitat: “Für Brandt war Israel ein Störfaktor.”
https://www.welt.de/politik/deutschland/article116955753/Wie-Willy-Brandt-den-Nahost-Frieden-verspielte.html
Und Bruno Kreisky (in der Mitte)
http://derstandard.at/1847773/Arafat-und-Kreisky–wie-es-begann
http://derstandard.at/1329870183859/Buchtipp-Wie-Bruno-Kreisky-die-PLO-salonfaehig-machte
Europäische Sozialisten setzten Israel erheblich unter Druck mit den Terroristen zu verhandeln und sorgten dafür, daß es keine Gegenleistung von Seiten der Terroristen gab.
Während in den 1970er Jahren noch viele junge Menschen nach Israel reisten und dort in Kibbuzim arbeiteten, weil das alles so schön sozialistisch war, ebbte dieser Strom ab. Die Tendenz der Europäischen Sozialisten wurde zunehmend Antisemitisch, pardon, Israelkritisch nennt man das ja in Linken Kreisen. Derweil hangelten sich die hard-core Linken der 1960er und 1970er Jahre allmählich in den Parteihierarchien nach oben.

Während die Welt noch euphemistisch titelt Wie Willy Brandt den Nahost-Frieden verspielte darf man angesichts der vielen Puzzlestücke heute annehmen, daß er einen ganz anderen Nahost-Frieden im Sinn hatte, nämlich einen ohne Israel.

Kein Sozi wollte hinten anstehen, als die neue große Allianz geschmiedet wurde. Kreisky, Brandt, Palme, Ziegler, ….. kein Sozialistenführer kam ohne Kontakte zu Terroristen aus. Es galt als Elitär zu zündeln und es als Friedensarbeit auszugeben.

Es hatte etwas von der Legende “Wandel durch Annäherung”, nur haben sich die Terroristen nicht gewandelt. Sie haben die Europäischen Sozis benutzt und diese haben sich bereitwillig benutzen lassen. Unterm Strich haben sich die Sozis gewandelt und zu Parteien entwickelt, die den Terroristen nicht nur die Hand reichten, sondern die auch noch die gleichen Werte Teilten.

Olof Palme war immer stramm Links und hat Schweden auf den Kurs geeicht, in dem der Staat die Vormundschaft für seine Bürger übernommen hat.
Hier Olof Palme mit Yassir Arafat.

Man muß es sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Werte!

Was sind das für Werte?

Ich wurde ja noch relativ konservativ erzogen – mit anderen Worten, ich hatte Angst vor meinem Vater, weil ich nie wußte, wann er zuschlug. Er hat alles verboten, auf Juden geschimpft und bezüglich seiner Kindheit als Hitlerjunge nie ein Wort verloren. Meine Mutter tat sich da leichter. Während mein Vater ein astreiner Arier war (mit schwarzen Haaren und braunen Augen) war meine Mutter (blond und grüne Augen) alles andere als eine Arierin. Ich fange hier mit meiner Kindheit an, weil es eben unsere Kindheit ist, in der wir unsere Werte kriegen. Nein, von meinem Vater, einem Sozi und Gewerkschaftler, habe ich meine Werte garantiert nicht übernommen. Meine Mutter hat dagegen die Werte von denen mein Vater Sprach gelebt, während mein Vater eben jene Werte lebte, unter denen meine Mutter in ihrer Kindheit gelitten hatte und ich in meiner.

Aber welche Werte sind das?

Wenn ich Werte sage, dann meine ich die Säulen, auf denen wir eine Moral aufbauen. Mir fallen dazu Liebe, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit ein. Auf diesen Werten bauen die Normen auf, mit denen ich mich leicht tue. Bei Sozialisten ist das anders. Die haben Werte, die eigentlich Abkömmlinge von den drei oben genannten Grundwerten sind. Nur bei der Gerechtigkeit wären sie dabei. Ansonsten findet man im Godesberger Programm der SPD Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität und bei der SPÖ sind’s Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität.

Das Problem ist nun, daß man auf Werten eine Moral aufbaut, also Grundregeln für ein für das Zusammenleben in einer Gesellschaft. Und da merkt man dann schon, daß Papier unendlich geduldig sein muß.

Gerechtigkeit ist ohne Wahrheit zum Beispiel nicht machbar und die Österreichischen Sozis haben auch geschnallt, daß es ohne Gleichheit nicht geht – ohne Gleichheit, keine Gerechtigkeit – also hätte man die Gleichheit gar nicht erst erwähnen müssen.

Werte sind der zentrale Schwachpunkt, der Sozis, der Arabischen Terroristen, der Nazis und der Ba’athisten, aber nicht nur deren Schwachpunkt. Gleichwohl will ich mich, abgesehen von kleinen Abstechern in alt-gewachsene Gesellschaftsordnungen, auf die paar erstgenannten beschränken.