Die sorgfältige Pflege von Feindbildern Lange geübt, aber deshalb nicht weniger perfide.

Da war doch kürzlich so ein Artikel unter Die Vermessung der Flüchtlingsdebatte auf Facebook ( http://derstandard.at/2000043328502/Die-Vermessung-der-Fluechtlingsdebatte-auf-Facebook ) Die Stoßrichtung des Artikels war halbwegs klar gegen Rechts.

Ich hab‘ mir gedacht, wie selektiv doch die Wahrnehmung geschärft wird. Natürlich bin ich in Sachen Anti-Semitismus etwas sensibler und so war meine Frage, warum man denn nicht Begriffen wie „Israelkritik“ und „Anti-Zionismus“ nachgeht? Warum man Arabische Terroranschläge beschönigt oder am Besten gar nicht erst drüber berichtet, dagegen getötete Terroristen als Opfer Israelischer Aggression darstellt? Mit anderen Worten, es geht um den linken Anti-Semitismus und um die Linke Befürwortung des Arabischen Terrorismus, solange er auf Juden abzielt und dazu kommen nach den Pariser Anschlägen am 13. November 2015, kurz nach den tragischen Ereignissen, einige Linke und Grüne Politiker Israel auf die Idee, die Verantwortung für die Anschläge unterzuschieben.

http://www.reuters.com/article/us-france-shooting-israel-sweden-idUSKCN0T51RS20151116
http://www.reuters.com/article/us-france-shooting-israel-sweden-idUSKCN0T51RS20151116

http://www.reuters.com/article/us-france-shooting-israel-sweden-idUSKCN0T51RS20151116
und
http://www.palwatch.org/main.aspx?fi=157&doc_id=16247

Besonders in Linksextremen Kreisen war anfänglich immer wieder von einer False-Flag-Operation Israels die Rede.

Einen Schritt weiter in dieser Angelegenheit führt uns dieser eklige Artikel.

Aber es gab freilich auch subtilere Ansätze, Israel die Verantwortung für den Arabischen Terror unterzuschieben. So legte auch der Niederländische Politiker Jan Marijnissen nahe, daß es wohl am Palästinensischen Frust über die Israelische Aggression gelegen haben müsse und wie soll‘s auch anders sein: Marijnissen ist mal wieder ein Sozialist. Was denn sonst?! Und er ist nicht irgendein Sozialist.

Shamefully, some political figures do not understand the threat, but instead concentrate their fire on Israel. The chairman of the Dutch Socialist Party, Jan Marijnissen, claimed on November 16, 2015 that it was the Israeli-Palestinian conflict that explains the terrorist attacks and that the conflict is “the growth medium for such an attack.” Similarly, the Swedish foreign minister, Margot Wallstrom, on Swedish TV linked ISIS with “Palestinian frustration.” She held that the problem is that the Palestinians see no future – either accept a desperate situation or resort to violence.

(Quelle: American ThinkerWhat is more important to the EU: Terrorism or Bananas? http://www.americanthinker.com/articles/2015/11/whats_more_important_to_the_eu_terrorism_or_bananas.html
Der ganze Artikel ist übrigens recht interessant)

Ich suche gerade vergeblich das entsprechende Zitat eines Deutschen Grünen-Politikers, da hat sich auch einer ordentlich verstiegen.

Dieser Artikel faßt das ganze Drama auch recht gut zusammen: http://spectator.org/64777_still-blaming-israel-first/

Diese Reaktion, immer erst alles den Juden anzulasten, hat eine sehr enge Verwandtschaft mit den „Protokollen der Weisen von Zion“.

Kaum einer kennt sie, aber die meisten können die die einzelnen Lügen aufsagen. Zwar wurde das ganze Machwerk als Lügenkonvolut entlarvt und nachgewiesen, daß nichts davon auch nur entfernt einen Bezug zur Realität hätte, gleichwohl behaupten sehr viele Menschen in Europa und besonders im Deutschsprachigen Raum, daß das alles wahr sei. Man hält den Juden vor, daß es reiche Juden gibt, übersieht aber die Quandts, die Wegmanns, die Benckisers, die Krupps, die Albrechts, die Piëchs und die Porsches, die Swarowskis und die Glocks…… Alles ehrwürdige Familien, von denen durchaus einige am Leid der Juden zwischen 1933 und 1945 einen guten Schnitt gemacht haben. Die Quandts betrieben sogar Privat-KZs noch bevor die Konzentrationslager von der Nazi-Regierung in großem Stil errichtet wurden, und die SS sorgte für Nachschub, weil die Zwangsarbeiter in den KZs der Quandts wegen der Bleivergiftung wegstarben.

Das weiß wiederum kaum einer in D-Land!

Aber zum eigentlichen Anlaß meines Schreibkrampfes:

Heute gab‘s einen weiteren Artikel in derstandard.at:

“Er ist nicht mein Freund”: Wenn es beim Sport antisemitisch wird

( http://derstandard.at/2000043598947/Er-ist-nicht-mein-Freund-wenn-es-beim-Sport-antisemitischwird )

Das Statement eines Syrischen Boxers wird einfach so hingestellt. Daß an dieser Einlassung rein gar nichts wahr ist, daß Israel keine Syrer tötet, sondern vielmehr Syrer regelmäßig über seine Grenzen am Golan läßt, um sie in Israelischen Krankenhäusern zu medizinisch zu behandeln, braucht einem Publikum, das über viele Jahre konditioniert wurde, in Israel eine böse Macht zu sehen, nicht gesagt werden – es würde nur irritieren. Auch weitere, völlig absurde Vorwürfe werden einfach so dahin gestellt und sie fügen sich fast nahtlos in die allgemeine Berichterstattung zum Terror gegen Israel ein, in der die Terroristen tendenziell als Opfer der Israelischen Aggression dargestellt werden, in der von Angriffen der Israelischen Luftwaffe auf Gaza die Rede ist, aber von den zuvor erfolgten Raketenangriffen aus Gaza auf Israelische Zivilisten nur in einer Fußnote berichtet wird. Dazu kommt die Berichterstattung über die jüngste Terrorwelle, in der immer wieder Arabische Angreifer von Israelischen Sicherheitskräften getötet wurden und da durfte nie eine Aufrechnung der Toten fehlen, während man die Zahl der Israelischen Toten immer um ein paar nach unten drückte und die Zahl der zuweilen schwer- und schwerstverletzten Israelischen Opfer ganz verschwieg.

Und so leitet derstandard.at den Artikel mit der Zusammenfassung ein,

»Athletinnen und Athleten aus Israel sind immer wieder Unfairness oder offener Diskriminierung ausgesetzt. Auf allzu viel Solidarität sollten sie nicht hoffen«,

als wäre das nur allzu verständlich.

Auch wenn man meinen mag, daß der Autor Michael Robausch doch relativ Israel-freundlich schreibt, so darf man nicht übersehen, daß es die beinharte Arabisch/Muslimische Judenverfolgung der vergangenen Jahrhunderte war, die im Jahr 1840 mit der Damaskusaffäre schließlich den Auslöser zum prä-Zionismus gab, indem der Deutsch-Französische Philosoph Moses Hess als Reaktion darauf in seinem Buch „Rom und Jerusalem“ einen eigenen Staat für die Juden vorschlug, um diese vor weiterer Verfolgung zu schützen.

Die Arabische Judenverfolgung im Iraq, Iran, Syrien, in der Türkei, auf dem Territorium Israels, in Ägypten, Yemen, Libyen, Algerien, Marrokko war genauso mörderisch wie die heutige Verfolgung der Yazidi durch den ISIL (Islamic State of Iraq and the Levant), nur will das heute keiner wahrhaben und die Araber leugnen das nachdrücklich, obwohl die Liste der dokumentierten Massaker an Juden und die Beschreibung der Grausamkeiten, Bände spricht und dabei muß man immer im Hinterkopf behalten, daß es damals noch keine internationale Öffentlichkeit gab. Man konnte also morden, ohne daß es morgen über die Bildschirme flimmerte. Es gab keine Untersuchungskommissionen, die Massengräber suchte und wenn, wer hätte denn im 18ten, 19ten und in der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts nach ermordeten Juden gesucht?

Keine Sau!

Darüber reden wir besser nicht! Das wollen wir alles nicht wissen und wenn wir schon daran erinnert werden, dann wollen wir uns nur erinnern und nicht ernsthaft in uns gehen. Wir wollen die Ursachen nicht erforschen. Wir wollen sie lieber mit gutmenschlichkeit zudecken und in Erinnerungskultur schwelgen.

Wahrheit ist nur dann gewollt, wenn sie zur eigenen Narative paßt und diese eigene Narrative ist, daß niemand davon gewußt hatte, niemand etwas ahnte, niemend dabei war, niemand seine Hand reichte, niemand dafür war, sondern man war eher im passiven Widerstand, denn man mußte ja fürchten, morgen selber dran zu sein.

Daß das ein Märchen ist, zeigen die vielen Photos von Deutschen und Österreicher, die an den Straßen skandieren, wenn Juden abgeführt werden.

Juden wurden am hellichten Tag abgeführt und die Deutschen (und Österreicher) säumten die Straßen! Danach zogen sie in die zwangsarisierten Häuser und Wohnungen der Juden ein.
Juden wurden am hellichten Tag abgeführt und die Deutschen (und Österreicher) säumten die Straßen! Danach zogen sie in die zwangsarisierten Häuser und Wohnungen der Juden ein.
Die junge Frau muß ein Schild mit der Aufschrift tragen, "Ich bin am Ort das größte Schwein, ich laß mich nur mit Juden ein!" und der junge Mann muß ein Schild tragen mit der Aufschrift, "Ich nehm' als Judenjunge immer nur deutsche Mädchen mit auf's Zimmer!" Quelle: http://spartacus-educational.com/GermanMigration.htm
Die junge Frau muß ein Schild mit der Aufschrift tragen, “Ich bin am Ort das größte Schwein, ich laß mich nur mit Juden ein!” und der junge Mann muß ein Schild tragen mit der Aufschrift, “Ich nehm’ als Judenjunge immer nur deutsche Mädchen mit auf’s Zimmer!”
Quelle: http://spartacus-educational.com/GermanMigration.htm

Läden wurden demoliert, Wohnungen und Häuser wurden frei, weil die Eigentümer entweder fliehen konnten oder deportiert und umgebracht wurden. Danach zogen „Arier“ ein. Opferfamilien, die vollständig ausgelöscht wurden, wurden selbstverständlich nicht entschädigt – wie auch? – aber man beklagt sich in Deutschland gerne und häufig darüber, daß man von den Juden wegen der Judenverfolgung erpresst würde und man längst genug gezahlt hätte. Derweil leben viele Holocaustüberlebende in Armut.

Unterm Strich: Die Linken sind rot angestrichene Nazis, die jedem die Hand reichen, der, mit einer anderen Narrative als der nationalsozialistischen, Juden verfolgt.

Laut sagen darf man das nicht, aber es ist so!

Der Begriff Nazi wurde nach dem Krieg von den Linken instrumentalisiert, um die politischen Gegner zu diskreditieren, während man über die eigene Nähe zum Nationalsozialismus und die gemeinsamen Gene der Sozialisten und Nationalsozialisten möglichst das Mäntelchen des Schweigens breitete.

Nun werden Linke einwenden, daß schließlich auch sie von den Nazis verfolgt wurden, aber dem muß man entgegenhalten, daß die Gründe dafür den Zeiten entsprachen. Schließlich haben die Linken, so sie an der Macht waren, auch alle ihre politischen Gegner verfolgt, in Lager gesperrt und umgebracht und zwar aus den selben Gründen, wie umgekehrt es die Nazis mit den Linken getan haben. Und deshalb ist das etwas Anderes, auch wenn diese politischen Verfolgungen durch und durch verwerflich sind, so sind doch die Motive immer noch entscheidend für die Bewertung eines Verbrechens.

Und das führt mich zu der Feststellung, daß es Motive gibt, die auch ohne Tat schon ein Verbrechen darstellen, auch wenn man sie noch so perfide bemäntelt. Anti-Semitismus ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und dessen Beschönigung und Relativierung ebenfalls. Und an dieser Stelle leisten die Linken (und die Grünen mit ihrer Lebensbornmentalität) Großes zur Geschichtsklitterung!

Und schließlich bin ich wieder bei den Grünen gelandet, bei denen eine Nachwuchspolitikerin gerade den Boden für die Verfolgung Andersdenkender bereitet. Ein gutes Argument zur Bemäntelung von Hinrichtungen ist immer wieder Netanyahu. Man hat den Haß auf diesen Mann so sehr kultiviert, daß man gar nicht mehr genau sagen kann, warum man ihn haßt

Grüne Politikerin denkt über Hinrichtungen als mögliche Notwendigkeit einer moderaten Politik im Iran nach und verteidigt dabei sogar die Nutzung von Atomenergie.

( https://tapferimnirgendwo.com/2016/08/31/gruene-politikerin-denkt-ueber-hinrichtungen-als-moegliche-notwendigkeit-einer-moderaten-politik-im-iran-nach-und-verteidigt-dabei-sogar-die-nutzung-von-atomenergie/ )


Man hat sich über Jahre ein Feindbild erarbeitet und es sorgsam gepflegt. Ob Netanyahu wirklich so ist, wie man ihm nachsagt, ist dabei unerheblich. Wer ihn verteidigt, macht sich mit ihm gemein und wird somit in den Augen dieser Leute zum Unmenschen. Genauso geht‘s einem mit Menachem Begin.

Ich sage hier ganz deutlich:

1. Man kann nicht einfach zum Unmenschen werden, außer man verhält sich unmenschlich!
2. Sowohl Menachim Begin wie auch Benyamin Netanyahu arbeiten, um Israel zu verteidigen. Das ist ihr einziges Vergehen! Sie verteidigen Juden. Sie setzen sich mit Waffengewalt gegen die Arabische Aggression, gegen Terrorismus und Krieg zur Wehr und man streitet ihnen ab, daß es ihr (der Juden) Recht sei, sich zu verteidigen.

Aber das macht Begin und Netanyahu nicht zu Unmenschen und auch nicht jene, die sich wie ich an ihre Seite stellen, sondern es macht Personen wie Thees Kalmer oder Margot Walström oder Jan Marijnissen zu sehr zweifelhaften Persönlichkeiten und unterm Strich sind diese drei (und jene, die es ihnen gleich tun) nahe an dem, was sie anderen vorwerfen: Ihre Argumentation ist perfide und unmenschlich. Sie sind verlogen und bösartig!